
Rudolf Palikowski, ein Mitarbeiter von Rudolf Diesel, baute 1916...
.. es den Versuch gab, Flugzeuge mit Kohle zu betreiben?
Rudolf Palikowski, ein Mitarbeiter von Rudolf Diesel, baute 1916 den ersten Kohlenstaubmotor. Daraus entwickelte er den „Rupa-Motor“, einen echten Allesfresser. Dieser Motor lief nicht nur mit Kohlenstaub, sondern funktionierte sogar mit Torfstaub und Kakaoschalenpulver. Nach der Erdölkrise in den 1980er-Jahren wurde der Motor wiederentdeckt und man experimentierte ernsthaft damit, ihn auch als Flugzeugmotor einzusetzen. Allerdings überwogen die Nachteile insgesamt deutlich, insbesondere der hohe Verschleiss und die Anfälligkeit des Motors.

Die alten Ägypter verehrten den Honig als Speise der Götter, Sinnbild...
... der Honig als Speise der Götter galt?
Die alten Ägypter verehrten den Honig als Speise der Götter, Sinnbild und Symbol für das königliche Geschlecht. Aber auch als Zahlungsmittel fand das süße Gold damals Verwendung. In der griechischen Antike galten Bienen als Götterboten, standen für Weisheit, Beredsamkeit und Dichtkunst, der Honig wurde gegen Fieber, Wunden oder als Stärkung verordnet.
Auch die Germanen glaubten im Honig die Speise der Götter zu erkennen. Odin soll ihm seine Unsterblichkeit, Kraft und Weisheit verdanken. Die Germanen waren es auch, die den süßen Honigwein Met erfanden, der zu jedem Fest gereicht wurde und als Grabbeigabe diente.

Kurz vor seinem Tod hatte Leonardo da Vinci die Mona Lisa an den französisc...
... sich Napoleon die Mona Lisa ins Schlafzimmer gehängt hat?
Kurz vor seinem Tod hatte Leonardo da Vinci die Mona Lisa an den französischen König Franz I. verkauft und das Bild blieb dann im Besitz der Krone Frankreichs. Napoleon war von dem Porträt so angetan, dass er es in sein Schlafzimmer hängen ließ. Nach der Verbannung des Kaisers nach Sankt Helena im Jahr 1814 wurde das Bild in den Louvre gebracht, wo es auch heute noch zu sehen ist.

Die Frauen des 19. Jh. waren für zwei Dinge bekannt: ihre Wespentaille...
... Wespentaille und Ohnmacht früher eng verbunden waren?
Die Frauen des 19. Jh. waren für zwei Dinge bekannt: ihre Wespentaille und häufige Ohnmachten. Da fragt man sich schon, ob diese Umstände wohl zusammenhingen. Ihre kurvenreichen Figuren verdankten die Damen fest sitzenden Korsetten, die die Taille zusammenschnürten und die Brüste anhoben. Mit einer Verstärkung aus Holz, Fischbein oder Stahlrippen waren Korsette schwer und steif.
Die eingeschnürte Frau zeigte eine bewundernswert aufrechte Haltung. Kein Wunder: Sie konnte sich nicht nach vorn beugen! Schlimmer noch, die Frauen hatten oft auch Atemprobleme. Die Korsette schränkten die Bewegung des Zwerchfells ein. Senkt sich das Zwerchfell, dehnt sich die Lunge aus und nimmt Sauerstoff auf. Hebt es sich, zieht sie sich zusammen und gibt Kohlendioxid ab. Den festgezurrten Damen wurde der Atem buchstäblich abgeschnürt. Es überrascht nicht, dass mit Verschwinden des Korsetts auch das Riechsalz zur Wiederbelebung Ohnmächtiger verschwand.

Manche Menschen sagen heute noch: „Gib mir doch mal ein Stüc...
... Stanniolpapier etwas mit Zinn zu tun hat?
Manche Menschen sagen heute noch: „Gib mir doch mal ein Stück Stanniolpapier!“ Und meinen damit eigentlich ein Stück Aluminiumfolie. Aber bis zu den 1940er-Jahren war es tatsächlich Stanniol und das bedeutet: Zinnpapier. Denn es wurde aus Zinn oder einer Zinnlegierung durch intensives Walzen hergestellt. Das Stanniol war dann bis knapp 0,02 mm dünn!

Eines von vielen Wörtern, die sich von Salz ableiten, ist der Begriff Salär...
... Salz früher ein Bestandteil des Gehalts war?
Eines von vielen Wörtern, die sich von Salz ableiten, ist der Begriff Salär (Lohn, Gehalt). Er stammt vom lateinischen Wort Salarium, das so viel wie „Salz-Geld“ bedeutet. Damit bezeichnete man im alten Rom einen Teil des Lohns eines römischen Soldaten: Dieser Anteil wurde in Salz ausbezahlt bzw. war zum Kauf von Salz bestimmt. Salz war damals ein sehr wichtiges, weil eher rares Handelsgut.

Sie wurden mit in Baumstümpfen gesammeltem Regenwasser ausgewaschen....
... es ganz unglaubliche Methoden gab, Warzen zu entfernen?
Sie wurden mit in Baumstümpfen gesammeltem Regenwasser ausgewaschen. Man behandelte sie mit rohen Kartoffeln, Bananenschalen und jeder Menge Pflanzensäften. Der Volksglaube besagte, dass ein Leiden vom Patienten auf einen Baum, ein Tier oder einen Gegenstand übertragen werden kann. So wurde aus einer Warze z. B. Blut abgenommen, auf ein Maiskorn gestrichen und dieses an ein Huhn verfüttert. Warzen konnten auch an einen Volksheiler „verkauft“ werden, den Warzenbeschwörer. Überraschenderweise wurde bei vielen abstrusen Warzenmitteln eine Wirkung belegt. Manche Wissenschaftler glauben inzwischen, dass der Körper sich durch Selbstsuggestion von Warzen befreien kann.





